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Über Uns

Was wir wollen
Seit über zwei Jahren herrscht bei der Berliner S-Bahn Chaos. Viele Züge sind nicht einsatzfähig, zeitweise können ganze Linien nicht bedient werden.
Die Fahrgäste müssen sich nach langen Wartezeiten in überfüllte Züge drängen.
Viele Beschäftigte brauchen für ihre Fahrt zur und von der Arbeit die doppelte Zeit.
Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der S-Bahn stehen unter einem enormen Druck. Tagtäglich waren sie mit der berechtigten Empörung ihrer Fahrgäste konfrontiert.
Zugleich mussten sie zusehen, wie die Geschäftsführung der S-Bahn und der Deutschen Bahn AG das Unternehmen immer tiefer in die Krise fuhr.
Wir haben uns als Berliner S-Bahn-Tisch im März 2011 gegründet, da wir nicht tatenlos zusehen wollen,
wie ein Betrieb, der jahrzehntelang gut funktioniert hat, zugrunde gerichtet wird.

Während die Bundesregierung ihrer Verantwortung als Eigentümerin der Deutschen Bahn nicht nachkommt, die Bahn-Manager nur mit Blick auf den Höchstprofit wirtschaften und der Berliner Senat untätig zuschaut, wollen wir Berlinerinnen und Berliner selbst aktiv werden.

Es ist unsere Stadt, es ist unsere S-Bahn!


Unsere Forderungen stehen gleichberechtigt neben-einander:

• Wir fordern eine S-Bahn, die zuverlässig, bezahlbar, sicher und kundenfreundlich ist. Dazu gehört für uns beispielsweise, dass auf jedem S-Bahnhof Aufsichtspersonal anwesend ist. Für unser Geld verlangen wir eine funktionierende S-Bahn.

  • • Die S-Bahn ist ein Bestandteil der Daseinsvorsorge und gehört damit in öffentlicher Hand. Wir lehnen jede Privatisierung und jede (Teil-)Ausschreibung von S-Bahn-Linien ab.

  • • Wir fordern auch in Zukunft tarifliche Entlohnung und menschenwürdige Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten. Hierzu sind Neueinstellungen besonders beim Fahrbetrieb, in den Werkstätten und beim Aufsichtspersonal zwingend notwendig.

  • • Die S-Bahn als Betrieb der öffentlichen Daseinsvorsorge darf nicht profitorientiert sein. Sie hat dem Gemeinwohl zu dienen. Eventuelle Gewinne dürfen nicht abgeführt werden und müssen wieder im Betrieb investiert werden.

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    Wir fordern eine einheitliche, integrierte S-Bahn, die Fahrweg und Betrieb unter einem Dach vereinigt.

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    Die S-Bahn erhält öffentliche Gelder, daher müssen alle Angelegenheiten, die die S-Bahn betreffen, öffentlich behandelt werden. Wir fordern Öffentlichkeit bei allen Verträgen und Vereinbarungen, die die S-Bahn betreffen.

  • • Wir unterstützen das Sofortprogramm des Betriebsrats, der gewerkschaftlichen Vertrauenspersonen und der Beschäftigten der S-Bahn Berlin zur Wiederherstellung der Berliner S-Bahn. Die Umsetzung des Sofortprogramms soll durch einen Kontrollausschuss überwacht werden.

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    Als Sofortmaßnahme fordern wir die Einführung eines Sozialtickets für 18 Euro (entspricht dem Regelsatz ALG II).

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    Wir fordern ein dauerhaftes Aufsichtsgremium für die S-Bahn, in dem auch Vertreter der Eisenbahngewerkschaften, Vertreter der Fahrgastverbände und der Beschäftigten eine entscheidende Rolle spielen. Öffentliche Betriebe gehören unter öffentlicher Kontrolle.

So beschlossen am 30.03.2011, überarbeitet am 28.04.2011

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   Berliner S-Bahn-Tisch